Warum es wichtig ist, was ihr zu euch selbst sprecht

Habt ihr jemals darum gerungen, ein Ziel zu erreichen oder einer Verheißung aus Gottes Wort vollständig zu glauben? Viele von uns haben das erlebt. Die gute Nachricht ist, dass sowohl die Schrift als auch die Wissenschaft Einblick darin geben, wie unsere Gedanken und Selbstgespräche unser Leben formen können.

Jeden Tag bilden unsere inneren Dialoge Muster im Gehirn, die beeinflussen, was wir glauben und wie wir handeln. Dieses Konzept geht nicht nur um positives Denken oder motivierende Sprache. Es ist eine Wahrheit, die sich durch Gottes Wort zieht und durch die moderne Neurowissenschaft bestätigt wird.

Die Schrift erinnert uns immer wieder an die Kraft unserer Worte.

Sprüche 18:21:
Tod und Leben stehen in der Zunge Gewalt; wer sie liebt, wird von ihrer Frucht essen.

Was sag oder denkt ihr regelmäßig über euch selbst? Unsere Gedanken bleiben nicht ohne Wirkung – sie beeinflussen die Richtung, in die sich unser Leben entwickelt. Manche Gedanken beginnen mit „Ich bin“ oder „Ich kann nicht“. Sie können stärkend und hilfreich sein, wie zum Beispiel: „Ich bin ein Kind Gottes und habe Seine Kraft.“ Oder sie können uns hindern, wie etwa: „Ich kann das nicht.“ Häufig kommen negative Gedanken auf, ohne dass wir sie überhaupt bewusst bemerken.

In Markus, Kapitel 5, lernen wir von der Frau mit dem Blutfluss eine wichtige Wahrheit über die Kraft unserer inneren Worte, die wir uns immer wieder sagen. Nach zwölf Jahren des Leidens erfuhr sie von Jesus und entschied sich, einen einfachen Schritt im Glauben zu gehen „…Wenn ich nur seine Kleider berühre, so werde ich gesund.“

Sie sagte es sich nicht nur einmal. Sie wiederholte es immer wieder für sich selbst, bis diese Worte prägten, was sie glaubte. Was sie bekannte, zeigte sich auch in ihrem Handeln: Sie berührte Jesus Gewand und wurde geheilt. Dieses Beispiel macht deutlich, dass Worte, die auf Gottes Wort gegründet sind und die wir innerlich immer wieder zu uns selbst sprechen, verändern können, was wir glauben und wie wir handeln.

Was wir sprechen, verstärkt die Muster, nach denen wir leben. Worte des Zweifels verstärken Zweifel, während Worte des Glaubens uns darin stärken, zu glauben.

Die Bibel lehrt uns, welche Kraft unsere Gedanken und Worte haben, und die Wissenschaft hilft uns zu verstehen, wie sich dies in unserem Denken auswirkt. Die Neurowissenschaft belegt, dass Gedanken und ausgesprochene Worte, die wir immer wiederholen, bestimmte Verbindungen im Gehirn stärken. Dieser Vorgang wird als Neuroplastizität bezeichnet. Unser Gehirn verändert sich tatsächlich als Reaktion auf die Denkmuster, die wir immer wieder einüben.

Römer 12:2:
Und stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes…

Um durch die Erneuerung unseres Sinnes verändert zu werden, wiederholen wir Verse nicht nur einmal, sondern immer wieder, bis sie unser Denken prägen und wir sie wirklich glauben. Diese Veränderung ist kein abstraktes Konzept, sondern führt zu einer tatsächlichen Veränderung im Gehirn, sodass wir lernen, anders zu denken — nämlich gemäß Gottes Wort zu denken.

Gott hat uns das Werkzeug an die Hand gegeben, das unseren Glauben stärkt. Obwohl wir einen Widersacher haben, der nur darauf aus ist „zu stehlen, zu schlachten und umzubringen“ (Johannes 10:10), hat Gott für uns vorgesehen, an Sein Wort zu denken und es zu glauben. Er hat uns sowohl die geistliche Autorität Seines Wortes gegeben als auch die biologische Fähigkeit unseres Gehirns  an Seinem Wort festzuhalten, es immer zu wiederholen und es zu glauben.

Wenn wir Formulierungen wie „Ich bin geheilt“, „Ich bin stark im Herrn“ oder „Gott wird all meinem Mangel abhelfen“ wiederholen, reagiert unser Gehirn, als wären diese Veränderungen bereits Realität. Es werden dabei Botenstoffe wie Dopamin und Serotonin freigesetzt, die Vertrauen stärken und unseren Fortschritt fördern. Mit der Zeit werden wiederholte Aussagen zu Überzeugungen, Überzeugungen zu Handlungen und Handlungen zu Ergebnissen. Unser gesamtes Denken und unser Körper reagieren darauf, was wir uns immer wieder selbst sagen.

Was sind eure Ziele? Was möchtet ihr in eurem Leben zustande kommen sehen? Macht es wie die Frau in Markus 5:

  • Beginnt ihr mit einem Plan.
  • Findet eine Verheißung (oder mehrere Verheißungen) in Gottes Wort.
  • Wiederholt sie, bis sie Teil eurer inneren Wortwahl werden.

Es gibt keine feste Anzahl an Wiederholungen oder Tagen. Bleibt einfach dran, bis ihr empfangt. Lasst die Verheißungen Gottes zu dem werden, was ihr euch immer wieder selbst sagt, worüber ihr nachdenkt und worauf ihr eure Erwartung richtet.

Wenn ihr Gottes Wort beständig zu euch selbst sprecht, schafft ihr Raum für Seine Kraft in eurem Leben. Indem ihr euren Sinn erneuert und euer Denken neu ausrichtet, verwirklicht ihr mehr und mehr das Leben, das Er für euch möchte – das Leben in voller Genüge.